Die zahmen und wilden: Neue Wechselausstellung im Naturmuseum Winterthur
Medienmitteilung
Hühner - unterschätztes Federvieh
Gackernde Hennen, ein krähender Hahn und süsse Küken auf dem Bauernhof oder Spiegeleier und Pouletbrust auf dem Teller: Beim Thema Hühner haben viele Menschen sofort ein Bild im Kopf. Aber woher stammt das Nutztier Huhn? Welche Eigenarten seiner wilden Vorfahren besitzt es noch? Und welche Eigenschaften wurden für die Eier- und Fleischproduktion gezüchtet?
Die Wechselausstellung «Hühner – unterschätztes Federvieh» beantwortet diese Fragen. Das Museum zu Allerheiligen Schaffhausen hat die Ausstellung entworfen und gemeinsam mit dem Naturmuseum Thurgau zur Wechselausstellung weiterentwickelt. Vom 8. November 2026 bis 9. Mai 2027 ist sie im Naturmuseum Winterthur zu sehen.
Von Menschen und Hühnern
Menschen und Hühner verbindet eine mehrere tausend Jahre alte Geschichte. Sie begann in Südostasien. Dort lebt die Stammform des Haushuhns, das Bankivahuhn, noch heute als Wildvogel.
Im Vergleich mit anderen Nutz- und Haustieren wie Hunden, Schafen oder Katzen wurde das Huhn erst spät domestiziert. Seither hat es eine beispiellose Entwicklung gemacht: Heute ist es weltweit das häufigste Nutztier. Weltweit leben mehrere Dutzend Milliarden Hühner. Das sind deutlich mehr als Menschen. In unserer modernen Gesellschaft steht das Huhn vor allem für ein jederzeit verfügbares Massenprodukt der Nahrungsmittelindustrie. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde es auf eine besonders hohe Legeleistung oder ein besonders schnelles Wachstum gezüchtet.
Die zahmen und wilden Hühner der Welt
Das Huhn war nicht immer nur Lieferant von Eiern und Fleisch. Früher hatte es eine grosse kulturelle Bedeutung – unter anderem wegen seines kämpferischen Wesens. Über Jahrhunderte entstanden unzählige, teils aussergewöhnliche Hühnerrassen.
Trotz aller Zuchtveränderungen steckt noch immer viel von den wilden Vorfahren im modernen Huhn. Auch Hochleistungshühner zeigen typische Verhaltensweisen, die ihre Herkunft erkennen lassen.
Neben den unzähligen Hühnerrassen, die alle vom Bankivahuhn abstammen, gibt es weltweit über 300 weitere Arten von Hühnervögeln. Die Ausstellung zeigt ebenfalls einen kleinen Teil dieser Wildhühner, die auch in der Schweiz heimisch sind.
Einige Präparate von Hühnerarten aus aller Welt wurden eigens für die Wechselausstellung aus der Sammlung des Naturmuseums Winterthur hervorgeholt und restauriert.
Das Huhn noch genauer kennenlernen
Die Ausstellung «Hühner – unterschätztes Federvieh» erzählt die Geschichte der Beziehung zwischen Menschen und Hühnern. Sie reicht von den Anfängen der Domestikation bis zur Bedeutung der Hühner in unserer heutigen Gesellschaft.
Viele Präparate zeigen die überraschende Vielfalt der wilden und domestizierten Hühnervögel. Die Ausstellung gibt Einblicke in das Leben der Hühner. Sie zeigt, wo uns Hühner im Alltag begegnen. Ausserdem verfolgt sie den Weg unserer Poulets und Eier: von der Zucht und Haltung bis auf unseren Teller.
Wer noch mehr über Hühner erfahren möchte, kann gleichzeitig die Ausstellung «Hühner – cooles Federvieh» von Kompanima besuchen. Sie findet im Expo-Raum im Bruderhaus statt. Dort werden aus Sicht des Tierschutzes unter anderem folgende Fragen beantwortet:
- Wie halte ich Hühner tiergerecht?
- Wie sieht ein tiergerechtes Hühnergehege aus?
- Wie kräht der Hahn?
- Findest du die Hühner, die aus der Ausstellung ausgebüxt sind?
Um die Ausstellung herum und über die Ausstellung hinaus
Die Wechselausstellung «Hühner – unterschätztes Federvieh» wird von einem Rahmenprogramm begleitet. Dazu gehören Führungen durch die Ausstellung, die beliebte Ferienwerkstatt und gemeinsame Veranstaltungen mit Kompanima – Tierschutzkompetenzzentrum Schweiz. Zudem finden ein Museumskonzert und ein wissenschaftlicher Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur (NGW) statt.
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