Projekte

Das Naturmuseum Winterthur entwickelt seine Sammlungen mit zwei zukunftsweisenden Projekten weiter: Das Projekt «Digitales Fenster» erschliesst naturwissenschaftliche Objekte digital, erforscht ihre Geschichten und macht dieses Wissen für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit zugänglich. Gleichzeitig untersucht das Projekt «Ethnographica im Naturmuseum» die Herkunft ethnologischer Sammlungsobjekte und schafft Transparenz im Umgang mit kolonialen Kontexten.

Digitales Fenster

Naturwissenschaftliche Sammlungen, Wissen und Verantwortung sichtbar machen

Mit dem Projekt «Digitales Fenster» erschliesst das Naturmuseum Winterthur seine naturwissenschaftlichen Sammlungen systematisch und macht das darin enthaltene Wissen langfristig nutzbar. Objekte werden digital erfasst, wissenschaftlich dokumentiert und in ihren historischen Zusammenhängen erforscht. Besonderes Augenmerk gilt den Sammlerpersönlichkeiten und Donatorenfamilien, deren Engagement die Sammlung und die Geschichte Winterthurs geprägt hat. Neben der Digitalisierung entstehen verständliche Texte, Biografien und Objektgeschichten, die über die Website, digitale Plattformen und zukünftige Ausstellungen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig erhalten Studierende und junge Wissenschaftler:innen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in der Sammlungsarbeit und Wissenschaftskommunikation zu sammeln. So stärkt das Projekt die Forschung, die Bildungsarbeit und die Vermittlung des Museums und schafft eine nachhaltige Wissensgrundlage für die neue Dauerausstellung sowie zukünftige Forschungs- und Vermittlungsprojekte.

Person in einem Archivgang vor einem Regal.
© Naturmuseum Winterthur

Finanzierung

Das Projekt wird durch die Robert Sulzer-Forrer-Stiftung finanziert.

Ethnographica im Naturmuseum

Herkunft erforschen, Geschichte sichtbar machen

Die ethnologische Sammlung des Naturmuseums Winterthur umfasst rund 2'230 Objekte aus aller Welt, von denen viele während der Kolonialzeit nach Winterthur gelangten. Das Projekt «Ethnographica» untersucht die Herkunft dieser Objekte und erforscht ihre Sammlungs- und Besitzgeschichte. Ziel ist es, Transparenz über mögliche koloniale Kontexte zu schaffen und die Sammlung wissenschaftlich aufzuarbeiten. Dazu wird eine Gesamtübersicht der Provenienzen erstellt und ausgewählte Objekte in Fallstudien vertieft untersucht. Die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht und fliessen in die neue Dauerausstellung sowie in Bildungs- und Vermittlungsangebote ein. Gleichzeitig stärkt das Projekt den Austausch mit Fachpersonen, Museen und der Öffentlichkeit und schafft die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit ethnologischen Sammlungen. So leistet das Naturmuseum Winterthur einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes und zur Weiterentwicklung einer zeitgemässen Museumspraxis

Zwei Personen in einem Raum mit Dokumenten und Artefakten.
© Naturmuseum Winterthur

Finanzierung

Das Projekt wird durch das Bundesamt für Kultur (BAK) finanziert.

Digitalisierungsprojekt SwissCollNet & Schweizer Datenbank SwissNatColl

Das Schweizer Netzwerk Naturhistorische Sammlungen (SwissCollNet) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz setzt sich für eine bessere Erschliessung naturhistorischer Sammlungen in der Schweiz ein. Unterstützt vom Bund schafft SwissCollNet zusammen mit Museen, Hochschulen und Botanischen Gärten die Grundlagen für die Digitalisierung und langfristige Verwaltung und Nutzung der Sammlungen.

Teile unserer Sammlungen wurden digital erfasst, d.h. fotografiert und mit Hintergrundinformationen in eine gemeinsame Schweizer Datenbank eingetragen. Auf der Website von SwissNatColl finden Sie unsere Objekte.

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