Unheimlich faszinierend: Krabbeltiere im Naturmuseum Winterthur

Medienmitteilung

Viele Menschen reagieren auf Spinnen, Käfer oder Asseln zunächst mit einem kleinen Schaudern. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt eine erstaunlich vielfältige und faszinierende Tierwelt. Die neue Wechselausstellung «Krabbler – unheimlich faszinierend» im Naturmuseum Winterthur lädt dazu ein, diese oft übersehenen Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen.

Mit der Ausstellung «Krabbler – unheimlich faszinierend», die vom 22. März bis 18. Oktober 2026 im Naturmuseum Winterthur zu sehen ist, rückt das Museum die Welt der Gliederfüsser ins Zentrum – eine Tiergruppe, die viele Menschen eher mit Skepsis als mit Neugier betrachten. Über 200 Präparate, Dioramen und interaktive Stationen zeigen, wie vielfältig Insekten, Spinnen oder Asseln sind und welche Rolle sie in unseren Ökosystemen spielen. Die Ausstellung wurde vom Naturmuseum St. Gallen entwickelt.

«Viele Menschen empfinden Krabbeltiere zunächst als unheimlich», sagt Kuratorin Sabrina Schnurrenberger vom Naturmuseum Winterthur. «Wenn man sie genauer betrachtet, entdeckt man jedoch eine überraschend schöne und vielfältige Welt.»

Entwicklung und erstaunliche Lebensweisen
Gliederfüsser sind die artenreichste Tiergruppe der Erde. Typisch für sie sind ein segmentierter Körper, mehrere Beine und ein schützendes Aussenskelett. Die Ausstellung stellt verschiedene Gruppen wie Insekten, Spinnen, Tausendfüsser oder Asseln vor und zeigt ihre erstaunlichen Anpassungen an unterschiedliche Lebensräume.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Entwicklung der Krabbler: Bereits im Kindergarten lernen viele Kinder die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling kennen. In einem interaktiven Spiel zur Entwicklung der Gliederfüsser – Ei, Larve, Puppe und Imago – entdecken Besucher:innen weitere überraschende Beispiele: So tragen Kellerasseln ihre Eier in einer Bauchtasche, während die Larven des Balkenschröters beim Fressen ihre eigene Kinderstube zerlegen.

Kleine Tiere mit grosser Bedeutung
Zwei weitere Ausstellungsbereiche widmen sich dem Thema Zusammenleben. Zum einen erfahren die Besucher:innen mehr über das Leben sozialer Insekten. In aufklappbaren Bienenkästen wird sichtbar, wie stark wir Menschen von der Bestäubungsleistung der Insekten abhängen


Zum anderen setzt sich die Ausstellung mit unserer eigenen Beziehung zu Krabbeltieren auseinander – und damit auch mit Gefühlen wie Ekel oder Angst, die viele dieser Tiere in uns auslösen. Eine eigens gestaltete Legolandschaft macht zudem sichtbar, wie menschliche Eingriffe Lebensräume verändern – und wie sich Bedingungen für Insekten verbessern lassen.

«Über die Ausstellung können wir vor allem eine wichtige Botschaft transportieren: Ohne Gliederfüsser würden viele ökologische Kreisläufe nicht funktionieren», sagt Kuratorin Sabrina Schnurrenberger.

Führungen, Veranstaltungen und Citizen Science
Begleitend zur Ausstellung bietet das Naturmuseum Winterthur Führungen, Veranstaltungen für Familien sowie Einblicke in die museumseigene Insektensammlung an. Zudem lädt ein Citizen-Science-Projekt – ein Mitmachprojekt für die Bevölkerung – dazu ein, Glühwürmchen in Winterthur zu beobachten und Sichtungen zu melden.

 

  • Seite erstellt am
  • Inhalt zuletzt aktualisiert am